Maxim Andreev
Maxim Andreev
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Ich bin Maschinenbauingenieur und engagiere mich seit vielen Jahren politisch und gesellschaftlich in Dresden.
Als vielfaltspolitischer Sprecher der BÜNDNISGRÜNEN in Dresden und Mitglied im Integrations- und Ausländerbeirat setze ich mich für Integration, Teilhabe und eine offene Stadtgesellschaft ein.

75 Beiträge
2 Folgende
  • Vetternwirtschaft in der AfD. Kein Bug, sondern Feature.

    Die jüngsten Nachrichten über Vetternwirtschaft in der AfD überraschen mich nicht. Es geht hier nicht um einzelne „Ausrutscher“ oder persönliche Verfehlungen. Es geht um ein Machtverständnis. Um ein Modell. Ein Blick nach Russland zeigt, wie ein solches Modell funktioniert: Laut einer Recherche des unabhängigen Mediums „Projekt“ haben mindestens 76 % der russischen Staatsbediensteten Verwandte, die…

  • START: dreijähriges Stipendium für junge Menschen mit MigrationsHintergrund

    Bist du zwischen 14 und 20 Jahre alt und stammt mindestens ein Elternteil von dir nicht aus Deutschland? Dann solltest du dir diese Möglichkeit anschauen. Über den Integrations- und Ausländerbeirat Dresden habe ich Informationen über das dreijährige Stipendienprogramm der START-Stiftung erhalten, das bundesweit angeboten wird. Was bedeutet das konkret: Wichtig: Schulnoten, Schulform oder angestrebter Abschluss…

  • Nicht prominent genug zum Retten

    Diese Nachricht wird in vielen deutschen Medien vermutlich kaum Beachtung finden. Seit der Verschärfung der Migrationspolitik ist es für russische Antikriegsaktivist:innen faktisch fast unmöglich geworden, ein deutsches Humanitärvisum zu erhalten. Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD setzt zunehmend auf symbolische Einzelfälle: prominente, international bekannte Personen – „vorzeigbare“ Geflüchtete, mit denen sich Humanität demonstrieren lässt, ohne innenpolitisch durch steigende Asylzahlen…

  • Angriff auf Venezuela: Machtwechsel ohne Zivilgesellschaft ist keine Befreiung

    Die erste Reaktion von Millionen Russ:innen, nachdem sie Nachrichten aus Venezuela gelesen hatten, war wahrscheinlich: „Warum hat er schon wieder den falschen Opa entführt?!“…

  • Häusliche Gewalt: Was sie ist – und wo Betroffene in Dresden Hilfe finden

    Häusliche Gewalt ist kein privates Problem. Sie ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und betrifft Menschen aller Altersgruppen, Herkunftsländer und sozialen Schichten. Besonders häufig sind Frauen betroffen. Viele Betroffene zögern jedoch, Hilfe zu suchen – aus Angst, Scham, finanzieller Abhängigkeit oder aufgrund von Sprachbarrieren. Als Mitglied des Ausländerbeirats der Landeshauptstadt Dresden ist es mir wichtig, über dieses Thema aufzuklären und auf…

  • Update zur Situation in der Ausländerbehörde Dresden

    In der jüngsten Sitzung des Integrations- und Ausländerbeirats berichtete Denise Gräfe, Leiterin der Ausländerbehörde der Landeshauptstadt Dresden, ausführlich über die aktuelle Lage. Die Herausforderungen sind vielschichtig – geprägt von steigenden Fallzahlen, strukturellen Engpässen und dem bevorstehenden digitalen Umbau. 1. Steigende Fallzahlen und strukturelle Belastungen Die Ausländerbehörde sieht sich mit einer deutlichen Zunahme an Anträgen und Verfahren…

  • Antrag für Menschen mit Angehörigen in Kriegs- und Krisengebieten

    Bei der Sitzung des Dresdner Ausländerbeirats am 22. Oktober 2025 wurde ein Antrag beschlossen, an dem ich seit mehreren Wochen gearbeitet habe. Er richtet sich an Menschen in Dresden, die Angehörige in Kriegs- oder Krisengebieten haben und sich tagtäglich um ihre Familien sorgen. Die Idee zu diesem Antrag kam von Lara Arabi, die ebenfalls Mitglied im Ausländerbeirat ist. Sie ist persönlich betroffen –…

  • Stellungnahme zur Entscheidung des Sozialamtes über die Trägerschaft des Ukrainischen Zentrums

    Als Mitglied des Ausländerbeirats möchte ich meine große Besorgnis über die Entscheidung des Sozialamtes ausdrücken, das Ukrainische Zentrum künftig durch den Ausländerrat e.V. anstelle von Plattform Dresden e.V. betreiben zu lassen. Diese Entscheidung ist völlig unverständlich und in keiner Weise nachvollziehbar. Ohne Frage haben beide Träger eine hervorragende Reputation und leisten seit Jahren wertvolle Arbeit…

  • Deutsch sprechen lernen in Dresden – einfach anfangen

    Deutsch zu lernen war auch für mich eine echte Herausforderung. Und ganz ehrlich: Ich bin mir auch heute oft nicht sicher, ob ich alles richtig sage. Aber eins ist klar – man lernt nur, wenn man spricht. So wie man nicht schwimmen lernen kann, ohne ins Wasser zu springen, kann man auch kein Deutsch lernen, wenn…

  • Kürzungen bei Jugendprojekten in Dresden: Trifft es wieder die Falschen?

    In Dresden droht wichtigen Projekten für junge Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung das Aus – oder zumindest eine drastische Einschränkung. Während viele etablierte Angebote großer Träger weitgehend verschont bleiben, trifft der Rotstift ausgerechnet dort, wo Teilhabe besonders dringend gebraucht wird. Wer bekommt weniger – und warum? Die Stadt Dresden hat in ihrer aktuellen Jugendhilfeplanung die…